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Über mich

Mein Name ist Karl-Jochen Schulte, Jahrgang 1938, ich bin pensionierter Rektor im Schuldienst (und war vor meinem Eintritt in den Schuldienst Foto-Drogist und Chemiekaufmann, womit wohl mein Interesse für diese Druckmethoden zu erklären wäre) und seit einer Begegnung mit der Juca 3x4 im Jahre 1949 passionierter Fotograf. Sie können mich gern per Telefon kontaktieren (siehe Nummer unter "Kontakt"), wenn Sie Fragen zu diesen Seiten haben oder einen Print erwerben möchten!

Mein Interesse an Edeldruckverfahren wurde schon sehr früh geweckt, im Frühjahr des Jahres 1958, als ich gegen Ende meiner Ausbildung an der Fachschule für Fotodrogisten an der Kuno-Berufsschule Hagen "Vatti" Hoock begegnete, dem Leiter der Fachklasse Foto-Drogisten. In kleinen Gruppen lernten wir historische Fototechniken, u.a. Daguerreotypie, Cyanotypie, Salzprints usw. "Vatti" Hoock war damals 63 Jahre alt. Vermutlich lernte er die Cyanotypie noch als junger Fotograf kennen, obwohl die Ära dieses Verfahrens schon um 1890 auslief.
Unsere ersten Versuche in der Kleingruppe waren wenig zufriedenstellend. Wir benutzten 9x12-Negative einer Plattenkamera, die im schuleigenen Labor entwickelt worden waren. Die Präparation einer geeigneten Lösung war problematisch. Wir experimentierten mit verschiedenen Ansätzen, hatten aber bis zum Ende des Kurses nicht genügend Zeit, um das optimale Mischungsverhältnis zu finden. Auch die Zeit spielte gegen uns - um mit unseren Mitteln Cyanotypien herzustellen, hatten wir einfach nicht genügend Sonnenlicht. Erst heute, nun bewaffnet mit reinsten Chemikalien aus der Apotheke, bewährten Rezepturen, gestochen scharfen Negativen und UV-Lampen, kann ich Cyanotypien herstellen, die meinen Ansprüchen wirklich genügen.

Ich bin "Vatti" Hoock dankbar für das Nahebringen dieser alten Technik, in der es im Unterricht neben Chemie, angewandter chemischer Fachtechnik, Botanik, Drogenkunde, Giftlehre und Fachgesetzkunde zu einem Drittel des Unterrichts um Fotografie ging.

Inzwischen bin ich in meiner Heimat häufiger auf Ausstellungen vertreten, nicht nur mit Cyanotypien, sondern auch mit Schwarzweiß-Prints(Link): Literatur zum Thema Edeldrucke, Lochkameras und mehr finden Sie übrigens (hier)