Die geschichtlichen Aspekte und das Prinzip des Verfahrens behandeln die im Literaturverzeichnis aufgeführten neueren deutschsprachigen Quellen.
So einfach, wie die Herstellung der Cyanotypie manchmal dargestellt wird, ist sie nun auch wieder nicht. Deshalb soll der Ablauf der praktischen Durchführung des Verfahrens, sowie Hinweise auf Vermeidung von Fehlerquellen vor allem dem Einsteiger helfen, Misserfolge zu vermeiden und zu guten Ergebnissen zu gelangen. Meinen Darstellungen liegen langjährige Erfahrungen zu Grunde und können als Empfehlung betrachtet werden.
Jeder alternative Printprozess fordert heraus, das Verfahren, die Präparation der Lösungen, Qualität und optimale Einsatzmöglichkeit der Papiere und deren Beschichtung und Belichtung, sowie Fehlerquellen zu diskutieren. So gibt es auch im Cyanotypieprozess z.B. unterschiedliche Vorstellungen in Hinblick auf das Rezept für die Präparation der Lösungen. Andere Verfahrensweisen führen ebenso zum Ziel.
Diese Handreichung beruhrt auf Erfahrungen des Verfassers und kann Information und Hilfestellung zu gleich sein, insbesondere für den Einsteiger, der nun bei auftretenden Fehlern weiß, was zu tun ist.
Hält er sich an die Empfehlungen, werden schon schnell gute Ergebnisse erzielt. Möge der Beitrag dazu dienen, dass die Cyanotypie, dieses historische Verfahren mit besonderer nostalgischer Anmutung - aus den Pioniertagen der Photographie um das Jahr 1840 - weiter verbreitet wird, nicht wieder in Vergessenheit gerät, und dass viele Interessierte leichter Zugang finden.

