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Problemlösungen und Tipps

Pannenhilfe, weitere Hinweise

Ammoniumeisen (III)-citrat

Nur die grüne, reine, lichtempfindlichere Chemikalie verwenden. Die braune Chemikalie verliert an Lichtempfindlichkeit und leuchtender Farbintensität (Test Karl Jochen Schulte 2001).

Einfüllen ohne Chemikalienverlust:

Beim Einfüllen der Chemikalien in die braunen Flaschen zuvor Spielkarten oder Karton der Länge nach knicken. Die Spielkarten lassen sich oft verwenden und sollten dann in Gläsern separat aufbewahrt werden. Natürlich kann man auch Trichter verwenden, das ist sozusagen die "Highend-Lösung".

Lösung A ist bei Zimmertemperatur nicht haltbar.

Es bilden sich bereits nach zwei Tagen Schimmelstippen, die auf den Prints kleine tiefblaue Flecken hinterlassen und der Einsteiger weiß nicht, wo diese herkommen. Lösung A im Kühlschrank aufbewahren. Haltbarkeit Lösung A: nicht länger als drei Wochen bei Kühlschranktemperatur (Test Karl Jochen Schulte) - Die photoaktive Lösung sofort nach Ansatz verwenden. Nicht aufbewahren. Frischer Ansatz = farbkräftigere Prints!

Zusatz von Kaliumdichromat zur Kontraststeigerung

Das ist nicht erforderlich, wenn geleimte Papiere Verwendung finden. Diese bringen ohnehin kräftige Farbtöne. Diese Chemikalie ist giftig und sollte, weil sie nicht notwendig ist, nicht verwendet werden, da nicht nur die eigene Gesundheit, sondern beim Entsorgen der Lösungen auch die Umwelt gefährdet wird.

Photoaktive Lösung gleichmäßig auftragen.

Das Papier nicht über den Rand hinaus einstreichen. Wegen des Durchschlags der Lösung von der Rückseite des Papieres her kommt es zur grün -braun/violetten Fleckenbildung auf der Schichtseite.

Pinsel und Petrischale nach Gebrauch gründlich unter fließendem Wasser reinigen.

Für die Beschichtung nur Pinsel mit Kunststofffassung verwenden. Die Lösung reagiert mit dem Eisenblech des Pinsels, und es entstehen hässliche, dunkelbraune Flecken auf dem Print.

Zum Beschichten nur trockene oder wenig feuchte Pinsel verwenden.

Wassernasse Pinsel verändern die Konzentration der Lösung.

Mehrere Papiere in einem Durchgang beschichten.

Mit photoaktiver Lösung benetzte Pinsel nehmen wegen der Kapillarwirkung erheblich mehr Lösung auf als trockene Pinsel.

Papiere oberer Preisklassen

...zeichnen sich aus durch optimale tierische Innen-und Oberflächenleimung, Farbechtheit und Altersbeständigkeit.

Beispiele für bewährte Papiersorten: (siehe auch Bezugsquellen)

Aquarelle Arches Grain Satine, Hot Pressed, 100 % Cotton 300 g/qm
Hahnemühle Aquarellkarton "William Turner" 300 g/qm

Papiere ab 190 g/qm sind geeignet. Feinere Oberflächen, z.B. Satine, bringen mehr Brillanz. Aquarellpapiere in Rollen kaufen und selbst zuschneiden verringert die Kosten.

Wann immer möglich reines Hadernpapier verwenden. Das Papier ist zwar teuerer, lässt sich aber besser verarbeiten und ist archivfest.

Sonstiges

Bei Verwendung künstlicher UV -Lichtquellen immer konstanten Belichtungsabstand (Lichtquelle zum Printnegativ, Empfehlung: Diagonale des Papieres) einhalten.

Für erste Versuche eignet sich ein Cliprahmen (Bilderrahmen) mit Klarglas. Mattglas verlängert die Belichtungszeit erheblich (Test Karl Jochen Schulte 1999). Die Planlage und der Anpressdruck kann mit Federzwingen oder Maulklemmen oder Wäscheklammern verbessert werden.

Wässerung des Prints

Harter Wasserstrahl aus dem Schlauch wegen punktueller Aufhellung unbedingt vermeiden. Bessere Kontrolle der abschwimmenden Farbe: weiße Laborschale verwenden.

Hinweis zur Fleckenbildung

Die Schraubkappe und das Gewinde der Mischflasche für Kaliumhexacyanoferrat-Lösung stets sauber halten. Lösungsreste kristallisieren, und dies führt unweigerlich zu dunklen Stippen auf dem Print.